Opinion Leaders Network – Italianita´ auf 2 Rädern

Intro

Hier stehe ich also am Naschmarkt, die Hitze flimmert über dem Asphalt der Großstadt und ich habe ein Date mit dem Opinion Leaders Network, den Masterminds Paul Leitenmüller und Dominik Frey. Abgepasst werde ich aber schon vorab von Carola Prohaska, Social Media, die das Vorfeld unseres Gesprächs sondiert. Die Ampel auf Höhe Schleifmühlgasse springt auf Grün und um die Ecke zirkeln eine Vespa GTS 300ie Supersport sowie eine Moto Guzzi V7 III Anniversario im Paarlauf, die sich elegant vor dem kleinen Espresso parken. Sono arrivati Paul e Dominik.

Irgendwie untypisch denke ich mir, zwei sportliche junge Männer mit dichten Terminplänen, ein breites Grinsen im Gesicht, coole Shades und auf den Köpfen Helme. Viel hat sich in den letzten Jahrzehnten getan, in denen ein schwarzer 5er BMW wohl das mindeste der Selbstdarstellung gewesen wäre. Immerhin konterkariert Paul seine schwarze Supersport mit einem gut sitzenden Anzug, auf den Dominik (so wie ich übrigens auch) großzügig verzichtet, dieses Manko aber mit einer subtilen Bell&Ross Diver Watch wieder wettmacht. Stil kann ich den Burschen jedenfalls nicht absprechen.

Das Geschäft

Schnell erhärtet sich bei einem Espresso mein Verdacht, dass es sich bei Paul und Dominik um Geschäftsleute handelt, die mehr kennen als den engen Tunnel der Karriere.

„In Wirklichkeit kommen wir aus Bereichen, die super-schräg sind“, sagt Paul, „jeder kommt von irgendwo, was uns zu absoluten Quereinsteigern macht. 3 Geschäftsführer (Rafael Butka hält im Büro die Stellung), die Qualifikationen haben, die eigentlich untypisch sind.

Was könnte das jetzt sein, denke ich mir und prompt überrascht Dominik mit der Feststellung, dass Paul professioneller Balletttänzer und Tourismusmanager gewesen wäre, er selbst die journalistische Laufbahn eingeschlagen hätte und Rafael in einem Berufsbild arbeiten würde, „das es bisher eigentlich nicht gegeben hat, nämlich Datenbank Broker, ein Mann, der das datengestützte Wissen „Wem-Wann-Was“, also was könnte wen wann interessieren, zu seiner Passion gemacht hat.“ „Das ist unser Herzstück„, sagt Paul. Nur was machen die 3 Musketiere eigentlich?

Kurz gesagt, das Opinion Leaders Network ist das größte österreichische Businessportal und liefert an über 30 Tausend österreichische Entscheidungsträger des oberen Managements, Marketing und Kommunikation maßgeschneiderte Wirtschaftsinformationen. Um das überhaupt möglich zu machen, ist das Opinion Leaders Network auch Full-Service Agentur und Content Produzent für eigene Channels, aber auch für W24 oder auch Puls4. 300 eigenproduzierte Videos pro Jahr sprechen ihre eigene Sprache und wenn ich recht überlegen, ist bei jeder relevanten Veranstaltung auch ein Video Team des Networks vor Ort.

Benzinbrüder

So spannend das Geschäftsmodell, so schnell das Business, so rasch gleiten wir von Fakten und Zahlen in unsere Passion, Motorräder und Vespen. Dominik brilliert mit Heritage, denn „Schon mein Urgroßvater, Großvater und mein Vater sind Motorrad gefahren, und es war mir klar, dass das vom Vater zum Sohn weitergegeben wird. Ich habe gleich den A-Schein gemacht, hatte diverse Motorräder, die Leidenschaft wieder aufgegeben und mit der Geburt meiner Tochter wieder eins gekauft.“ „Es ist ein cooles Lebensgefühl, wenn man es einmal gespürt hat. Wenn man das Gefühl kennt, will man es immer wieder machen.“ Wahre Worte, die Dominik hier über das Motorrad spricht!

Opinions Leader Network mipiace.at

Und warum wurde es eine Moto Guzzi? „Weil Moto Guzzi eine leiwande Marke ist, die eine gewisse Tradition hat, die noch dazu in Europa gebaut wird. Ich möchte auch unbedingt ins Werk in Mandello di Lario. Ich finde es cool die Moto Guzzi V7 III Anniversario zu fahren, denn sie ist nicht zu stark, sie ist wendig, man kommt überall durch und sie sieht natürlich schnittig aus. Meine Anniversario ist die Nummer 285 der auf 1000 Stück limitierten Serie.“ Stolz in den Augen von Dominik!

Neben dem Heritage Fan Dominik entpuppt sich Paul als Pragmatiker und Hardcore-Nutzer seiner Vespa GTS 300ie SuperSport. „Ich fahre so ziemlich komplett durch, auch bei Regen und Kälte. Ich fahre immer im Anzug und in der Vespa habe ich Handschuhe und eine Jacke für kalte Tage. Meine Strecken sind ja besonders weit, von der Laimgrubengasse ins Cafe Landtmann. Diese kurzen Strecken fahre ich dann aber täglich 5-7 Mal, nur wenn es schüttet, nehme ich ein Taxi .“ Besonderes Augenmerk legt Paul auf praktisches Parken der Vespa, denn: „Ich steh auf den Leberkas Pepi, da bleib ich direkt vor dem Lokal stehen und gönne mir eine Trüffel-Steinpilz-Leberkäse mit einem kleinen alkoholfreien Bier.“ Man merkt, Paul ist Oberösterreicher im Exil!

Schon als 16jähriger fährt Paul eine Vespa 50 Special, mit der damals schon seine Frau mitgefahren ist. Nur ein Vertrag als professioneller Balletttänzer kann kurz seine Liebe zur Vespa unterbrechen. Neben dem Transport dient die Vespa aber auch anderen Zwecken. „Ich verwende die Vespa aber auch als gruppendynamisches Erlebnis mit Mitarbeitern, die regelmäßig zu Geschäftsterminen auf der Vespa mitkommen. Die haben sich zuerst immer hinten am Griff angehalten, bis ich gesagt habe: Halt dich doch ordentlich an oder nicht, wir müssen ein Team sein!“ Teambuilding auf der Vespa, ich lerne nie aus.

Lustig auch, wenn wir zu Kundenterminen mit der Vespa kommen, das beeindruckt. Man kann auch im Geschäftsleben dieses italienische Lebensgefühl hinüberbringen und es bringt eine gewisse Lockerheit. Ich glaube, dass diese Lockerheit auch Teil unseres Erfolgsgeheimnisses ist. Leute, die ihre Termine mit dem Motorrad fahren, sind erfolgreicher als anderes, weil sie sich weniger antun. Sie sind authentisch.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

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