Piaggio Wi-Bike – Game Breaker

Piaggio W-Bike

Die Städte werden dicht gemacht. Parkplätze sind Mangelware und Individualmobilität wird mehr und mehr beschränkt. Viele Städte erlauben nur noch emissionsfreie Fahrzeuge in ihr Zentrum oder verlangen horrende Wegezölle zur Einfahrt.

Unsere Mobilität ändert sich, neue Transportlösungen sind in den Ballungszentren gefragt, sowohl aus umwelttechnischen, als auch ökonomischen Gründen.

Deshalb ist es nur konsequent, dass Piaggio uns im Frühjahr 2016 mit dem selbstentwickelten Wi-Bike mobilisiert.

Piaggio W-Bike

Die Geschichte

Piaggio steht seit 1884 für technische Innovation, von Schiffen über Eisenbahnen, von Flugzeugen bis zur Designikone Vespa, die heuer 70 Jahre alt wird.

Piaggio springt aber nicht auf einen elektrischen Trend auf, sondern nutzt Know-How, das bis ins Jahr 1975 zurückreicht und mit innovativen Produkten auch avantgardistisch umgesetzt wurde. Ich erinne an die Piaggio MP3 mit Hybridmotor aus dem Jahr 2009.

Das Wi-Bike geht aber einen Schritt weiter. Es trägt unserem Anspruch nach Vernetzung und digitaler Anbindung Rechnung und bietet über das PMP (Piaggio Multimedia Platform) genannte Interface eine Mensch-Maschine Anbindung, die mich an die Vision von Kraftwerk aus dem Jahr 1978 erinnert.

Das Herz

Herz des Wi-Bike bleibt aber die Maschine, der Motor. Ein ultra-moderner E-Motor mit bis zu 350W Leitung und einem Drehmoment von maximal 70Nm, die dem Elektromobilisten die Arme lang ziehen.  Der Motor schmiegt sich um das Kurbellager, so dass das Design keine Kompromisse eingehen muss.

Piaggio W-BikePowerunit ist eine 400Wh Lithium-Ionen Batterie, die sich hinter dem Sattelrohr versteckt. Die Batterie bildet mit dem Motor und der Control-Unit eine Einheit, die miteinander vernetzt ist.

Der Motor kann in 3 Modi betrieben werden:

Standard: Proportionaler Vortrieb im Verhältnis zum Körpereinsatz
City: Quasi Vollgas im Stop and Go Verkehr in der Stadt
Hill: Krafteinsatz im Verhältnis zur Steigung

Das Netz

Das Display vernetzt über NFC, USB Connectivity zum Laden des Smartphones und Updaten des Bikes, Bluetooth zum Verbinden mit der Servicestation. Mehr war wohl nicht mehr zu verbauen. Totale Einbindung in die Zukunft. Das Wi-Bike als Spielplatz für Technikfreaks!

Parkt man des Wi-Bike und nimmt die Control-Unit mit, ist die Verbindung mit Motor und Batterie unterbrochen und das Rad kann nicht in Betrieb genommen werden. Diebstahlsicherung 2.0, ich empfehle aber doch den Einsatz einer schweren Ketten, was dann wieder eine gewisse Erdung vornimmt. Also 1.0.

Piaggio W-BikeEin GPS Modul ist fest mit der Batterie Einheit verbaut und erlaubt über ein App des Smartphones jede Art des Trackings, Speed und Distanzdaten, als auch die Verfolgung des Bikes, falls es doch einmal in falsche Hände gerät.

Jedenfalls: Mehr High Tech als bei Apollo 8. Wie einfach das Handling ist, testen wir für euch im Frühjahr, wenn die ersten Wi-Bikes über den Brenner rollen.

Die Hardware

Trotz dermaßen viel Bites and Bytes ist das Wi-Bike trotzdem ein Fahrrad mit Elektroantrieb. Der Rahmen aus Aluminum, der Antrieb erfolgt über einen Riemen. Und die Gangschaltung…

Halt! Es gibt keine Gangschaltung. Zumindest nicht in der Version Plus*. Geschaltet wird hier automatisch über eine elektronisch gesteuerte Variomatik, bei der Piaggio natürlich all sein Know-How im Getriebebau automatischer Roller einbringen konnte. Der Fahrer tritt, der Computer steuert die Übersetzung und die elektrische Unterstützung.

09 WiBike Comfort

Gebremst wird über hydraulische Scheibenbremsen, 180mm vorne, 160mm hinten. Die Reichweite des W-Bikes liegt bei bis zu 120km, je nach Unterstützung des Batterie. Eine Totalaufladung soll in 3 Stunden gelingen.

*(Die Normalversion ohne Plus wird für den Traditionalisten mit einer Shimano Schaltung geliefert)

 

Der Style

Geliefert wird das Wi-Bike in 2 Style-Lines, mit jeweils einer Variation, Plus genannt.
Comfort ist mehr gemütlich und für den Toureneinsatz, Aktiv für den Sportfahrer.

Verfügbar sind unterschiedliche Rahmenhöhen und technische Ausstattungen, sowie enorm viele Accessoires und Zusatzausstattung.

Wahlweise kann eine manuell geschaltete Variomatik oder eine elektronisch gesteuerte bestellt werden.
Preise sind noch nicht verfügbar. Wir liefern so bald wie möglich nach!

Fazit

Vorbehaltlich unserer ersten Tests im nahen Frühjahr 2016 besticht das Wi-Bike durch viel Know-How und Innovation aus der Technologieschmiede Piaggio. Highlights sind natürlich das verdammt coole Design und die digitale Connectivity, welche das Wi-Bike zum „Must have“ der kommenden Saison machen.

Das Wi-Bike reiht sich irgendwo zwischen Elektrofahrrad und Elektromoped ein, ideal geeignet für eine Generation, die zwischen Schweiß und Social-Media pendelt, immer im Kontakt mit der Crowd, statusbewußt und trotzdem bedacht auf die Umwelt.

Der Gamebreaker für die kommende Saison!

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