La famiglia italiana – Fiat, Alfa Romeo, Abarth und Jeep

Mich verbindet seit den 70 Jahre des letzten Jahrhunderts eine enge Freundschaft mit der Familie Fiat, der heutigen FCA Gruppe (Fiat Chrysler Automobiles). Von meines Vaters Giulia mit dem famosen Doppelnockenwellenmotor, hin zu meinem silbergrauen Fiat Uno 50S, der mich bis nach Spanien führte, fast 3.000 km Vollgas, ohne Murren und Meckern.

In den 90er Jahren habe ich dann die Familie ein wenig aus den Augen verloren, bis mein Bruder eine Beziehung mit einem Alfa Romeo 156 einging, ein Fahrzeug, das die alten Tugenden wiederaufleben ließ und einen Wendepunkt in der Geschichte von Alfa Romeo einleitete. Heute beherberge ich, schon in zweiter Generation, einen hellblauen Fiat 500, ein Hommage an den klassischen Cinquecento, der nun selbst zum Klassiker gereift ist. Also beste Voraussetzungen, um die Fiat Familie im Detail neu kennenzulernen, was ich auf der Vienna Autoshow 2018 getan habe.

Abarth

Um kein Familienmitglied zu benachteiligen, beginne ich alphabetisch und mit dem kleinsten, aber vielleicht sportlichsten Spross, der noch dazu Wiener Wurzeln hat, nämlich Abarth. Die einstige Tuningschmiede Carlo Abarths hat sich im Schoß der Familie Fiat zu einer selbstbewussten Brand entwickelt und steht mittlerweile auf 3 Standbeinen, dem Abarth 124 Spider, der 595 Baureihe und den 695 Modellen.  Alle drei Baureihen werden vom famosen 1.4 Liter Multiair Turbo mit bis zu 180PS in unterschiedlichen Konfigurationen befeuert.

Abarth 124 Spider Fiat Gruppe Austria
Highlight des Primavera 2018 ist aber zweifelsohne der Abarth 695 Rivale, der wie kein anderer Raffinesse und Performance in sich vereint. Nicht umsonst ist der Rivale eine Symbiose aus der Rennsportwelt des Carlo Abarth und der unnachahmlichen Eleganz der Bootmanufaktur des Carlo Riva, Meister des Mahagoni, der dem Rivale auch den Namen einer seiner Yachten geliehen hat.

Abarth 695 Rivale Fiat Gruppe Austria
Angetrieben vom stärksten Triebwerk mit 180PS, symphonisch untermalt von der Akrapovic Klappenauspuffanlage, verwöhnt der Rivale mit feinstem Leder im Blau der Adria und einer Zweifarbenlackierung im Stil seines Namensgebers. Und wer sich auch im Großstadtgewühl wie am Meer fühlen will, gönnt sich einfach die Innenausstattung in Mahagoni und das Cabrio. Basta!

Alfa Romeo

Die Dame aus Mailand ist dem Jungbrunnen entstiegen. Alfa Romeo erlebt einen neuen Höhenflug und positioniert sich konsequent als sportliche Alternative für Menschen mit Geschmack und Stil. Angefangen bei der Giulietta, dem kompakten Modell für den urbanen Automobilgourmet, hin zur klassischen Giulia mit Standardantrieb, nämlich Motor vorne und Antrieb hinten, sofern man sich nicht den hervorragenden Allradantrieb gönnt, den ich schon am Red Bull Ring in Zeltweg erfahren durfte. Selten habe ich eine Limousine so spielerisch und fahraktiv erlebt, trotzdem komfortabel und gediegen auf der langen Strecke. Deshalb sei auch jedem Dienstwagenfahrer der Weg zum Alfa Romeo Händler angeraten.

Alfa Romeo Giulia Fiat Gruppe Austria
Abgerundet wird die Palette natürlich vom Alfa Romeo Stelvio, dem Sportler unter den SUVs. Ein Fahrzeug, das in Bezug auf Agilität der Giulia nicht nachsteht, aber trotzdem die Vorzüge eines SUV mitbringt. Man sitzt gediegen und hoch über dem Geschehen und genießt das üppige Raumangebot für sich, die MitfahrerInnen und das Equipment, welches der sportive Mensch 2018 mit sich führt. Der Clou an der Geschichte ist allerdings, dass Alfa Romeo mit den Maßen den Rahmen des Sozialverträglichen nicht gesprengt hat, was den Stelvio zum perfekten Anzug zu wirklich jeder Gelegenheit macht.

Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio
Highlight aller Stelvios ist natürlich der Quadrifoglio, der seine Europapremiere auf der Vienna Autoshow erleben durfte.

Wer statt des Schwertes das Florett bevorzugt, dem sei der Alfa Romeo 4C ans Herz gelegt. Ein lightweight Racer der Extraklasse , dessen 895kg Trockengewicht von 241 Turbo-PS mit 350Nm Drehmoment beschleunigt werden. Aber Achtung: Dieser Karbonsportler beschleunigt nicht nur in 4,5 Sekunden auf Hundert, er ist auch so schnell vergriffen. Mein Tipp: Der 4C ist ein besseres Investment als Bitcoins und macht auch wesentlich mehr Spaß!

Alfa Romeo 4C Fiat Gruppe Austria

Fiat

Fiat ist für mich Italien selbst und tief verwoben mit der Industrialisierung Italiens. Aber auch Fiat hat sich unter der geschickten Führung von Sergio Marchionne gewandelt und sich zum Weltkonzern entwickelt. Die erfolgreiche Automobilpalette stützt sich auf ein solides Fundament, das von der 500er Serie getragen wird, zu der technisch gesehen auch der Fiat Panda gehört, dessen geniales Grundkonzept von Giorgio Giugiaro aus dem Jahr 1980 richtungsweisend für Kleinwagen war.

Heute hat der Panda seine Charakterzüge zwar behalten, sich aber zu einer genialen Panda Familie ausgewachsen, vom feschen Einsteiger bis zum Cross im Outdoorkleid, welcher natürlich auch mit Allradantrieb geordert werden kann und im Gelände so manchen SUV zurück lässt. Alpenbewohner in den Dolomiten oder den Hohen Tauern schwören auf die Bärenkräfte des Panda 4X4 auf Forstwegen und Schnee.

Fiat Panda Fiat Gruppe Austria
Wer Italien liebt, kann im A-Segment, also bei den Kleinen, nur eine Wahl treffen, und die heißt Cinquecento. So sehen das auch die Österreicher und Österreicherinnen und machen den Fiat 500 seit Jahren zur unangefochtenen Nummer 1 bei den Kleinwagen. Der Erfolg liegt sicher im charmanten Design, angelehnt am Ur-500er, an den unendlichen Farb- und Designvariationen, die nur so aus den Kreativbüros in Turin sprudeln, andererseits an den erprobten Langzeitqualitäten des Fiat 500. Selbst harte Nutzung mit unterschiedlichen Fahrern im Stadt-, aber auch Überlandbetrieb, konnte unsere privaten 500er (ja, auch wir sind beim 500er geblieben) nicht in die Knie zwingen. Fehlerquote 0%. Niente.

Fiat 500 Fiat Gruppe Austria
Besonders empfehlenswert empfinde ich den Fiat 500 Mirror, der es erlaubt, sowohl Android als auch Apple Smartphones mit der Multimediaeinheit zu verbinden und alle Nutzungsmöglichkeiten des Phones direkt im Auto zu nutzen. So sieht Vernetzung bei Fiat aus. Traditionalisten hingegen feiern den Cinquecento mit dem Vintage Modell „Anniversario“!

Wächst die Familie, wächst auch der 500er. Zum Beispiel zum Fiat 500 L in den Größen L oder XL, der zwar seine Familienähnlichkeit nicht verbergen kann, aber durch Platz im Übermaß brilliert. Sportliche Familienväter haben auch hier die Möglichkeit zum Modell City Cross zu greifen, der sowohl den harten Ansprüchen der Familie, als auch der rauhen Natur trotzt!

Fiat 500 L Fiat Gruppe Austria
Für mich exakt am Schnittpunkt zwischen Attraktivität und Praktikabilität ist der Fiat 500x. Das perfekte All-in-one Paket, ausgestattet mit allen Finessen und technischen Features, die das Autoleben angenehm machen. Knackige Motoren mit bis zu 170PS, die wunderbare 8 Stufen Automatik und der optionale Allradantrieb machen den Fiat 500 X zum High-End Cinquecento, der wirklich jeden Wunsch erfüllt.

Fiat 500 X Fiat Gruppe Austria
Sowohl beim Fiat 500 L, als auch beim Fiat 500 X hat die Vernetzung Einzug gehalten. Beide Modelle sind als Modell Mirror direkt mit dem Smartphone verbunden, was die Nutzung aller Features direkt im Fahrzeug erlaubt.

Der Tipo ist Fiats Antwort auf die kalte Progression. Man muss sich nicht verausgaben, will man einen feschen Kompaktwagen mit Stil und Charakter fahren. Sogar ein Skiurlaub zu viert wird in der Kombiversion ohne Dachbox möglich, wie ich im Selbstversuch erfahren konnte. Besonders angelacht hat mich heuer allerdings der 5-türige S-Design in Vollausstattung mit Bi-Xenon Beamern und 17 Zöllern. Fesch, so ein Italiener.

Fiat Tipo Fiat Gruppe Austria
Abgerundet wird die Palette mit Spezialitäten Italiens. Auf der einen Seite Heavy Duty mit dem Fiat Fullback, einem Pick Up, der sowohl das Arbeitstier, als auch den Beau geben kann. Aufrüstbar bis zu 181PS mit Automatik und Allrad und einer Tonne Nutzlast. Hier verschwimmen dann schon die Grenzen zu einem SUV, allerdings vorsteuerabsetzbar bei gewerblicher Nutzung. Ebenfalls vorsteuerabsetzbar ist der Fiat Doblo, der mit 2 Radständen erhältlich ist und als Raumwunder bezeichnet werden kann. Mehr packt wohl keiner.

Fiat Fullback Fiat Gruppe Austria
Last but not least, der unvergleichliche Fiat 124 Spider, der auf eine mehr als 50jährige Tradition zurückblicken kann und für italienische Lebenslust am Automobil steht. Die 140 PS mit 240Nm machen den Spider zu einem Sportler mit Heckantrieb, dessen balanciertes Fahrverhalten man erfahren sollte, gerade dann, wenn der Frühling kommt.

Fiat 124 Spider Fiat Gruppe Austria

Natural Power

Abgaswerte, Diskussionen über den Diesel, Kostensteigerung. Fiat kennt eine Antwort, deren Technologie heute schon verfügbar ist: Der Erdgas Antrieb. Dieser unterscheidet sich technisch kaum von einem benzingetriebenen Fahrzeug, außer, weitere Tanks zur Verfügung stehen und das Fahrzeug sowohl mit Benzin, als auch Erdgas betrieben werden kann. Ganze 5 Modelle der Fiat Palette können mit Natural Power geordert werden (500L, Punto, Panda, Qubo und Doblo).

Fiat Doplo Fiat Gruppe Austria
Durch die jahrzehntelange Erfahrung ergeben sich durch den Einbau der Erdgastanks keine Einschränkung des Platzangebots, dafür aber ein Minus von bis zu 30% beim Co2 Ausstoß und bis zu 50% Ersparnis bei den Kraftstoffkosten. In Österreich stehen bereits 161 Erdgastankstellen zur Verfügung und die Befüllung erfolgt so schnell wie bei einem konventionellen benzingetriebenen Fahrzeug. Und das Beste: Die Reichweite wird durch den alternativen Antrieb nicht eingeschränkt.

Jeep

Einige werden jetzt sagen, Jeep hat nichts mit Italien zu tun, aber hey: Jeep ist eine wirklich coole Marke und sie gehört zur Fiat Gruppe, wofür wir Sergio danken dürfen. Apropos Sergio Marchionne: Auch bei Jeep sieht man die lenkende Hand, aus einem reinen Nischenprodukt eine Familie zu gründen.

Jeep Renegade Fiat Gruppe Austria
Cowboy kann man auch im urbanen Raum sein. Das Gefühl, mehr zu können, bereit zu sein für Abenteuer, ist die Quintessenz des Jeep Fahrers, welche schon beim Jeep Renegade immer spürbar ist. Der Einstieg gelingt hier schon bei rund 17 Tausend Euro, wobei der Renegade auch zum high-end Geländetier aufgerüstet werden kann.


Goldener Kompromiss für den Urban Cowboy scheint mir aber der neue Jeep Compass zu sein, der Eleganz mit wirklich großzügigen Platzverhältnissen verbindet, ohne mit seinen Dimensionen die Stadt verlassen zu müssen. Getoppt wird der Compass nur noch vom Cherokee und natürlich dem Grand Cherokee, dem Boss der Cherokees. Ein Luxusliner im Gewand eines Jeeps, der die Dienstreise zur Route 66 macht und trotzdem alle Voraussetzungen hat, jedes Gelände zu bezwingen. Besonders erwähnenswert der SRT mit 6.4 Liter V8, 468PS und brachialen 624 Nm. Schön, dass es das 2018 noch geben darf.

Jeep Grand Cherokke Fiat Gruppe Austria
Zu guter Letzt kommen wir zu den Wurzeln, zur DNA von Jeep, die seit 1941 gehegt und gepflegt wird, dem Wrangler. Erhältlich mit 2 Radständen als Wrangler und Wrangler Unlimited ist dieser Jeep bis heute Maßstab aller Geländewagen, der Urmeter für alle Nachfolger. Aber nachdem Jeep diesen Maßstab immer weiter verbessert und die Latte höher legt, freuen wir uns auf den neuen Wrangler im Herbst 2018!

Howdy!

 

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