105 Jahre Maserati: Aufbruch in eine neue Ära

Maserati Tipo A6

Maserati feiert 105. Unternehmensgeburtstag: Jubiläum im Zeichen des Aufbruchs in eine neue Ära

Mit dem Beginn der Modernisierungsarbeiten des Werks in Modena und der Ankündigung eines völlig neuen Maserati für Mai 2020 feiert das Unternehmen seine mehr als hundertjährige Geschichte: Vor 105 Jahren eröffnete Alfieri Maserati gemeinsam mit seinen Brüdern Ettore und Ernesto die Firma „Alfieri Maserati“ in der Via de Pepoli 1A im Herzen von Bologna. Die exakte Gründung datiert auf den 1. Dezember 1914 – offiziell nahmen die Brüder am 14. Dezember ihre Tätigkeit auf.

Maserati Werk

Die Maserati Brüder hatten eine Leidenschaft für Maschinenbau und liebten die Geschwindigkeit. Ein weiterer Bruder, Mario, schuf das berühmte Dreizack-Logo, das vom Neptunbrunnen im Zentrum von Bolognas inspiriert ist. Das erste eigene Fahrzeug entstand 1926 mit dem Tipo 26. Der Rennwagen debütierte bei der Targa Florio im gleichen Jahr und holte auf Anhieb mit Alfieri Maserati am Steuer einen Klassensieg. Diesem Triumpf folgten viele weitere, beispielsweise Siege beim „Indy 500“ (1939 und 1940), Seriensiege bei der Targa Florio (1937 bis 1940), neun Formel-1-Siege und der Gewinn der Formel-1-Weltmeisterschaft 1957 mit Juan Manuel Fangio. In jüngerer Zeit kehrte Maserati mit dem MC12 in den internationalen Motorsport zurück und holte zwischen 2005 und 2010 zahlreiche Meistertitel im GT-Sport.

Maserati Tipo 26

Maserati blieb bis 1939 in Bologna. Nach der Übernahme des Unternehmens durch die Familie Orsi wurde der Werkssitz nach Modena verlegt: Hier bekam man die Möglichkeiten, erstmals auch Straßenfahrzeuge zu entwickeln und zu bauen. Die Produktionsstätte in der Viale Ciro Menotti, wo sich das Werk noch heute befindet, wurde am 1. Januar 1940 eröffnet.

Maserati Werk

1947 begann eine neue Ära für Maserati: Die Brüder schieden aus dem Unternehmen aus, während der erste Straßenwagen – der Maserati A6 1500 – vorgestellt wurde. Einen weiteren Meilenstein schuf die Marke 1963, als mit dem Quattroporte die erste Sport-Limousine der Welt präsentiert wurde. Nach einer kurzen Phase im Besitz von Citroën (1967-1975), begann 1976 die De-Tomaso-Zeit. Sie dauerte bis 1993 und brachte eines der meistverkauften Modelle der Marke hervor: den Biturbo.

Maserati

Mit der Übernahme durch Fiat im Jahr 1993 und der Kontrolle durch Ferrari zwischen 1997 und 2005 begann ein neuen Kapitel für Maserati. Das Unternehmen kehrte 2001 mit dem Spyder wieder auf den wichtigen US-Markt zurück, wo es seither große Erfolge feiert. Beflügelt wurde dieser 2007 zusätzlich durch die Automatikversion des Quattroporte und später durch die Modelle GranTurismo und GranCabrio. Mit der aktuellen Modellpalette aus luxuriösem Quattroporte , der Business-Limousine Ghibli und dem Levante, dem ersten SUV der Marke, erreichte das Unternehmen neue Absatzrekorde.

Jetzt ist die Zeit für eine neue Ära gekommen: Im Stammwerk in Modena wird 2020 die Produktion eines neuen Supersportwagens mit innovativen technologischen Merkmalen beginnen. An den Produktionslinien werden bereits umfassende Modernisierungsarbeiten durchgeführt – unter anderem auch für die Fertigung elektrischer Antriebe. Eine neue Lackiererei wird den Produktionsstandort zusätzlich erweitern.

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